MICHAEL WERNER

MultiMediaMicha, Multipotential, Scanner Persönlichkeit & Networker

Überwintern

Ich bin Micha und spiele jetzt schon seit einigen Jahren mit dem Gedanken, den Winter im Süden zu verbringen. Nein, ich bin noch kein Rentner, ich bin 1971 geboren und fühle mich heute noch jung. Ich lebe in Berlin, eine schöne aber auch häßliche Stadt und kalt im Winter. Für mich jedenfalls, zu grau und einsam. Es ist Sonntag und es sieht heute morgen aus dem Fenster schauend aus, wie nach einem Atomschlag. Alles ist grau, keine Blätter an den Bäumen. Noch kein Mensch auf dem Bürgersteig, nur die ältere Dame die mit dem Hund gehen “muss”.

Ok, genug gejammert, uns geht es ja gut hier, klar. Aber brauchen wir das alles? Bald schreibe ich noch mehr zum Thema Minimalismus und was brauche ich wirklich. Warum leben wir meistens da wo wir geboren werden und hauen da nicht ab? Seit einem halbem Jahr befasse ich mich mit Minimalismus und setzte diesen auf meine Art um. Eine kleine Wohnung bedeutet eine kleine Miete und ich besitze nur das was ich wirklich brauche. Es hat allerdings fast 5 Jahre gedauert, meine Kosten zu senken. Eine neue Wohnung hab ich gesucht und richtig Glück gehabt. Ich habe alle unnötigen Verträge gekündigt, darunter das Fitness Studio. Jetzt mache ich draußen in der freien Natur Sport, besser geht es nicht. Ich brauche kein Auto, fahre Fahrrad und im Sommer ab und zu mit dem Motorroller.

Ich werde im Herbst oder spätestens im Winter also gen Süden fliegen. Ich werde zwar mein Nest verlassen aber es nicht aufgeben. Die Arbeitsstelle will ich auch behalten, mal schauen was mein Chef dazu sagt. Vor allem die Kollegen werden fragen, was soll das?, wie machst du das?, das könnte ich nicht! Dazu später noch mehr im Zugvogl Blog. Interessant wie mir schon Neid und Fragen bei 2 Monaten Urlaub entgegen schlugen. Ich werde ja wieder kommen, zurück in das schöne sommerliche Berlin. Keine Sorge. Wie die Vögel, die wieder kommen im Frühling und das regelmäßig. “Come and go”.

Du willst mehr reisen und im Süden überwintern? Du bist auf Wetterflucht? Du möchtest gar nicht komplett auswandern und alles aufgeben? Du willst deine Wohnung, deinen Job, deine Homebase behalten und nach ein paar Monaten zurück kommen und deine Familie und Freunde wieder sehen? Dann bist du hier auf dem Zugvogl Blog genau richtig. Dieser Blog soll dich begeistern zu überwintern, die Welt zu sehen und weiterhin zu arbeiten, egal ob als Angestellter, Freelancer oder Selbstständiger.

Ich folge weiter meinem Zugvogl Plan und mache ernst. Beim letzten überwintern war ich zwei Monate in Thailand und diesmal sollen es drei Monate werden. Ich war 2016 für neun Monate in Berlin und werde jetzt drei Monate erst einmal in Thailand leben und etwas arbeiten. Ein kleiner finanzieller Puffer ist vorhanden. Selbstständiges Einkommen werde ich mit meinem T-Shirt Shops, als DJ und Musikproduzent, mit dem Zugvogl Blog und als Dienstleister mit Grafik-, Webseiten Design und Erstellung generieren. Ich bin ein Scanner Typ, ein viel Interessierter. Da kann man sich leicht verzetteln, sich oft zu viel vornehmen und in den vielen Projekten verlieren.

Meine Miete in Berlin ist günstig, trotzdem habe ich meine Wohnung bei Airbnb inseriert um die Kosten der Miete, Strom und Telefon während meiner Abwesenheit wieder rein zu bekommen. Das lief echt super. Nach nur einer Woche, hatte ich für den Zeitraum von drei Monaten vier Nachmieter, die die Wohnung gebucht haben. Die Kosten werden also wieder rein kommen und ich fahre sozusagen auf “0”. Im nächsten Artikel werde ich noch einen Bericht über meine Airbnb Erfahrungen und die mit meinen Mietern schreiben. Den Telefonanbieter Versatel werde ich allerdings wechseln müssen, um monatlich aussetzen zu können. Es gibt scheinbar nur wenige Dienstleister, die das ermöglichen. Bei dem Fitness Studio McFit, ist es zum Beispiel ganz einfach, bis zu 6 Monate auszusetzen.

Es bleibt noch das “Problem”, Festanstellung, Arbeit und Urlaub. Die meisten haben nur ca. 24-30 Tage Urlaub. Ich habe noch die Möglichkeit, Überstunden ansammeln zu können. Zudem habe ich das Glück, einen sehr toleranten Arbeitgeber und Chef zu haben. Mir bleibt nur ein Monat unbezahlter Urlaub mit Verlust. Ideal wäre es natürlich von unterwegs zu arbeiten, wie die Digitalen Nomaden es tun und weiterhin angestellt zu sein und Gehalt zu bekommen. Das wäre Optimal, es gäbe keinen finanziellen Verlust und sicher auch keine aufkommende Langeweile. Dieses Arbeitsverhältnis verlangt allerdings auch viel Disziplin und noch mehr Disziplin, jedenfalls bei mir, braucht das selbstständige Arbeiten. Ich persönlich versuche mir weiterhin eine nebenberufliche Selbstständigkeit aufzubauen und meine Projekte voran zu bringen, damit sie in Zukunft Geld einbringen.

Ich werde zwar mein Nest verlassen aber es nicht aufgeben. Ich werde wieder kommen, zurück in das schöne sommerliche Berlin. Wie die Vögel, die wieder kommen im Frühling. “Come and go”.

Der nächste Frühling kommt bestimmt und ab Herbst begeben sich die Zugvögl auf eine weite Reise, um den Winter in wärmeren Regionen zu verbringen.

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